Wenn ich das Geld in die Hand nehme und einen Sattel nach Maß für mein Pferd und mich bauen lasse, dann nehme ich keine Rücksicht darauf, ob der sich vielleicht in ein paar Jahren wieder gut verkaufen lässt – das war meine Devise. Denn erstens ändern sich Sattelmoden wie jede Mode im Lauf der Jahre und zweitens soll der Sattel ja nicht nur passen, sondern mir auch gefallen. Und deswegen …
… entschied ich mich für Braun, nicht für das derzeit angesagte Schwarz, genauer für zwei verschiedene Brauntöne, sowie einen leicht eckigen Efter, ähnlich wie man ihn eine Weile bei Springsätteln hatte.
Bei der Auswahl des Leders konnten wir auf die Bestände des Sattlermeisters zurückgreifen. Für mich hatte das den Vorteil, dass ich das Leder sehen und anfassen konnte. Ich mag es, wenn Leder altert, sichtbare Spuren bekommt, gegen die zum Beispiel ein genarbtes Leder grundsätzlich unempfindlicher wäre. Also glattes Leder, aber die Info ist natürlich wichtig, wenn man sich für einen Sattel entscheidet, der jungfräulich zu einem kommt.
Nach dem Ausmessen des Pferdes und der grundsätzlichen Absprache des Satteldesigns wurde der Sattelbaum angefertigt. Dieser wurde vom Sattlermeister selber aus thermoplastischem Kunststoff hergestellt.
Das nächste Mal sah ich den Sattelbaum als er am Pferd kontrolliert wurde. Er hätte jetzt noch sehr leicht verändert werden können. Die Position der Steigbügelfeder war bereits wie besprochen und für mich anatomisch sinnvoll angebracht, die Polsterung der Sitzfläche aufgeklebt. So langsam wurde es spannend. Mehr darüber in der nächsten Folge …


