Abgehakt!

Hier die versprochene Aufstellung der Vor- und Nachteile der vier am weitesten verbreiteten Verschlussarten an den Ausrüstungsgegenständen von Pferden – also von unterschiedlichen Karabinern, Haken und Snaps an Halftern, Decken, Longen und Zügeln – aus meiner ganz persönlichen Sicht …

Zwei verschieden große Wirbelkarabiner mit Federverschluss an Halfter und Strick (© C. Götz)

Federkarabiner
Ich mag sie als Halfterverschluss ehrlicherweise nicht so, denn mich nervt, dass sie schnell verschmutzen und dann nicht mehr funktionieren und ich finde ihre Form hier in keiner der diskutierten Positionen besonders passend, auch wenn meine Pferde nur dann ein Halfter tragen, wenn ich etwas mit ihnen mache, und nie wenn sie für sich sind. An Decken, etwa an den Beinschnüren, stören sie mich wegen der Verschmutzungsgefahr, an Longen hingegen halte ich Federkarabiner mit Wirbel für zwingend nötig und auch an längeren Führ- oder Bodenarbeitsstricken finde ich sie okay.

Ein einfacher Haken an einem Lederhalfter (© C. Götz)

Einfache Haken
Diese finde ich am Halfter super und frage mich schon lange, warum die dort nicht häufiger zu finden sind. Im Handel werden sie oft als Snaps bezeichnet, im Fachbereich als Gurtbandhaken. Als Zügelsnaps mag ich sie auch, wobei man sagen muss, ich kenne keinen Karabiner, mit dem Pferde es nicht schon geschafft haben, den Zügel einseitig – etwa durch ruckartiges Schnicken wegen einer Bremse – auszuhaken.

Ein größerer, gut unterlegter Schnapphaken mit Bügel zum Öffnen an einer 50-Gramm-Outdoordecke. (© C. Götz)

Schnapphaken
Diese finde ich an schweren Decken (ab 50 Gramm aufwärts) gut, an leichten Decken (Regenhaut, Walkerdecke) oder an kleineren, kürzeren Decken für Ponys sind sie oft zu schwer und können die Passform negativ beeinflussen. Zusätzlich können sie, wenn die Decke and der Stelle nicht gut genug gepolstert ist zu viel Druck machen und sind durch die Masse an Material eine größere Verletzungsgefahr als andere Verschlüsse, wenn das Pferd einen Schlag darauf erhält.

T-Verschlüsse
Ja, die furchtbare Fummelei muss man erst mal üben. Ja, im Winter und mit kalten Fingern oder durch Frost bereits verhärteten Gummiringen sind diese Verschlüsse oft eine Qual. Aber es hat schon einen Grund, warum sie immer noch vor allem an Stellen zum Einsatz, wo das Pferd sich mit anderen Verschlüssen – etwa beim Liegen – Druckstellen holen könnte: Sie tragen am wenigsten auf.

Ein T-Verschluss an einer Walker-/Führanlagendecke (© C. Götz)

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn an einer Decke sonst alles passt, dann lassen sich manche Verschlüsse mit nicht allzu viel Aufwand auch ersetzen.