Benjes- oder Totholzhecke ist der Name für ein Gestaltungs- und Naturschutzelement, das auch toll für Offenställe oder Weiden ist. Benannt ist das Konzept nach Hermann Benjes, der es in den 1980er-Jahren populär machte, um Gehölzschnitt sinnvoll zu nutzen. Nach seinem Prinzip habe auch ich meine Totholzhecke angelegt.
In zwei Reihen mit einem Abstand von etwa einem Meter wurden Pfähle als Begrenzung in den Boden gesetzt. Auch hier nutzte ich bereits Material, das vom Baumschnitt angefallen war – allesamt für Pferde ungiftige Hölzer von Weide, Hasel, Esche und Obstbäumen sowie den Stamm einer Pflaume, deren Krone ein Sturm zerlegt hatte.

Die Pfosten des Paddockzauns dienten ebenfalls als Teil der Begrenzung der Gasse für die Totholzhecke. (© C. Götz)
Nach und nach befüllte ich die so entstandene Gasse dann mit dem Baum- und Gehölzschnitt. Manches muss man dafür kleiner schneiden, anderes kann man einfach so auflegen, man bekommt schnell ein Gefühl dafür. Ein paar schwere Astabschnitte zwischendurch halfen, das Ganze zu setzen. Aber zwischendurch bin ich auch einfach darauf herumgelaufen, damit es dichter wird. Mein Ziel war schließlich in erster Linie, einen weiteren Windschutz zu haben.

Langsam füllt sich die Hecke. Sie ist um die 70 Zentimeter breit und fast neun Meter lang. (© C. Götz)
Für Vögel, Insekten, Eidechsen, Blindschleichen oder Schlangen sind solche Totholzhecken nicht nur Lebensraum im Sommer, sie bieten auch für den Winter Rückzugsgebiete. Nach und nach werden Vögel und andere Tiere hier Samen eintragen – Brennnesseln hatte es bereits im ersten Jahr.
Weitere Einsatzmöglichkeiten: Man kann Totholzhecken auch als Hindernisse für die Vielseitigkeitswiese bauen, als raumtrennende Rückzugsmöglichkeit im Offenstall, als Schattenspender auf der Weide oder als Sichtschutz am Reitplatz.
Ich bin jedenfalls schon am Überlegen, wo die nächste Totholzhecke hin könnte. Gut, dass in der ersten immer noch etwas Platz ist, bis ich mich entschieden habe. Den letzten Gartenabfall aus diesem Winter habe ich letztes Wochenende verteilt. Aber falls ihr aktuell noch etwas herumliegen habt, ist jetzt eine gute Möglichkeit, ihn als Totholzhecke zu verbauen.
