Rezension: Kissing Spines

Diagnose Kissing Spines lautet der Titel des Buches* von Corinna Dicks, das helfen möchte „Schritte in ein schmerzfreies Pferdeleben“ zu finden. Die Autorin wurde aus der Not – wie das bei uns Therapeuten häufig der Fall ist – zur Expertin, denn ihre eigene Stute zeigte kurz nach dem Kauf die ersten Symptome dafür. In ihrem Buch beschreibt sie …

… „wie komplex die Krankheit ist und wie individuell der Weg zu einem schmerzfreien und hoffentlich (wieder) tragfähigen Pferderücken sein kann“, so der Verlag.

An wen wendet sich das Buch: Natürlich an alle, die für ihr Pferd die Diagnose Kissings Spines (KS) erhalten haben. Das Buch ist aber auch für alle interessant, die ahnen oder vermuten, dass ihr Pferd ein – wie auch immer geartetes Problem – im Rücken hat.

Das Buch gibt nicht nur einen Überblick über die Krankheit und mögliche ihre Ursachen, auch Therapie- und OP-Methoden sowie mögliche Trainingsansätze werden behandelt. Die Inhalte sind für Laien sehr verständlich erklärt und nehmen so nicht nur Ängste, sondern helfen auch beim Training oder der Reha eines KS-Pferdes. Spannende Fallbeispiele verdeutlichen die Inhalte.

Nur in einer Sache stimme ich mit der Autorin nicht überein: Sie schreibt, KS sei eine Art Volkskrankheit geworden. In unserer Region war das vor mehr als zwanzig Jahren der Fall. Heute haben wir eher andere Probleme, die gehäuft auftreten.

* Corinna Dicks, Diagnose Kissing Spines, 144 Seiten, Verlag Müller-Rüschlikon 2026, 24,90 Euro 

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