Verdichtung entgegenwirken

Bodenverdichtung ist auf Pferdeweiden nicht nur wegen der Tiere selbst, sondern auch wegen wärmerer Winter und trockenerer Sommer ein Thema. Im vorherigen Beitrag ging es um Maßnahmen der Bodenverbesserung. Es gibt aber weitere Faktoren, die man in der Hand hat, …

… um Bodenverdichtung auf Pferdeweiden entgegenzuwirken. Hier die wichtigsten:

Weidemanagement hilft, Überweidung zu vermeiden und Böden bei Nässe zu schädigen. Dazu gehört, die Tiere bei extrem nassen Bodenverhältnissen von der Weide nehmen, und mit Portionsweide oder Wechselbeweidung sowie Paddocktrails Flächen (phasenweise) zu entlasten.

Vor allem die Rotationsbeweidung mit kurzen, intensiven Beweidungsphasen gefolgt von langen Ruhezeiten verhindert, dass Pferde den Boden stark verdichten. Ausläufe (Paddocks, Trails oder klassische Schlechtwetterkoppeln) für Regenperioden sind hilfreich, um Weidefläche zu schonen.

Portionsweide kann (auch auf Rotationsweiden) eine sinnvolle Strategie sein, um Bodenverdichtung entgegenzuwirken. (© C. Götz)

Nicht nur die regelmäßige Nachsaat, sondern auch das Einbringen tiefwurzelnder Futterpflanzen oder Leguminosen (Luzerne, Klee, Spitzwegerich, Wegwarte) trägt zur natürlichen Bodenlockerung bei und fixiert zusätzlich Stickstoff im Boden. Denn tiefwurzelnde Pflanzen stabilisieren das Porensystem des Bodens biologisch.

Anpassen kann oder muss man – je nach Region – auch den Zeitpunkte für die Nachsaat oder die Düngung. Vielerorts bewährt sich das Frühjahr aufgrund starker Trockenheit nicht mehr als Aussaatzeitpunkt und es kann deutlich sinnvoller sein, in den (Früh-)Herbst auszuweichen.

Fakt ist: Es ist besser Verdichtung bestmöglich zu vermeiden, als sie sanieren zu müssen.