Als ich vor knapp 30 Jahren mein erstes eigenes Pferd bekam, habe ich relativ schnell auch ein erstes Testament gemacht. Mit jedem weiteren Tier, das kam und ging habe ich seitdem das Testament entsprechend angepasst. Hier liest du, was mir dabei wichtig war und ist …
… und auch, was Profis aus dem Tierschutz raten.
Für mich war und ist es wichtig, dass ich mein(e) Pferd(e) – und auch die anderen Tiere – gut und weitestgehend in meinem Sinne versorgt weiß, sollte ich überraschend sterben. Dies habe ich stets mit denjenigen Menschen abgesprochen, von denen ich weiß, dass sie diese Aufgabe übernehmen können und wollen. Als nächsten Schritt habe ich alles im Testament festgeschrieben.
Natürlich können sich in dem Zeitraum, in dem ich das Testament das letzte Mal aktualisiert habe, bis zu einem eventuellen Eintritt desselben einige Umstände ändern, von denen ich vielleicht auch keine Kenntnis habe. Diese Unwägbarkeit muss man in Kauf nehmen, finde ich.
Nicht selten geraten Tiere durch den Tod ihres Menschen in unsichere Verhältnisse oder verlieren von einem Tag auf den anderen ihr Zuhause. Ein Testament kann hier Sicherheit schaffen. Man kann darin verbindlich festhalten, wer das Tier übernehmen soll, wie seine Versorgung abgesichert wird und welche Wünsche für die Betreuung und das Umfeld berücksichtigt werden sollen.
Ich persönlich vertraue ohne große Vorgaben darauf, dass die von mir gefragten Menschen so für meine Tiere handeln, wie ich das nach meinem Tod gutheißen würde. Ändern kann ich letztlich eh nichts daran.
Für den Fall, dass keine Freunde oder Verwandten vorhanden sind, denen man die Verantwortung zutraut oder übergeben kann, gibt es auch die Möglichkeit, sich an Tierschutzorganisationen zu wenden.
Von diesen wird in der Regel empfohlen, das Testament beim Nachlassgericht zu verwahren. Dadurch ist generell sichergestellt, dass diese im Erbfall tatsächlich berücksichtigt werden. Die dort verwahrten Testamente können auch zurückgenommen werden. Beides ist nur persönlich möglich. Die Kosten – für Verwahrung und Registrierung – liegen zwischen 90 und knapp 100 Euro.
Mehr über das Thema Tod und Trauer liest du in den verlinkten Beiträgen.

