So springt es sich besser

Eine neue Studie schaute sich die Interaktion zwischen Pferd und Reiter während des Springens genauer an. Denn beim Überwinden der Hindernisse können und müssen Pferde oft eine Menge kompensieren, um im Gleichgewicht zu bleiben. Das Ergebnis bestätigt, was viele Tierärzte und Therapeuten bereits aus der Praxis wissen, …

… da Springpferde häufig im Übergang von der Hals- in die Rückenwirbelsäule blockiert sind. Denn vor allem beim Landen nach dem Überwindes eines Hindernisses wird dieser Übergang beansprucht. Eine fehlerhafte Position des Reiters im Sattel wird laut der Studie bereits während der Flugphase vom Pferd aufgefangen, indem es in erster Linie den Winkel zwischen Hals und Schulter ändert. Also genau dort, wo sich im Skelett der Übergang von der Hals- in die Rückenwirbelsäule befindet.

Eine fehlerhafte Position des Reiters im Sattel wird laut einer neuen Studie während der Flugphase vom Pferd im Übergang Hals-Schulter aufgefangen. (© Michael Berger/pixelio.de)

Für die Studie wurden elf Pferde bei je sechs Sprüngen aufgezeichnet (drei mit und drei ohne Reiter) und eine biomechanische Simulationssoftware analysierte während der Sprünge Referenzpunkte auf den Körpern der Reiter und Pferde. Das Programm verglich zudem die Bewegungen der Pferde mit und ohne Reiter. Die Ergebnisse sind laut der Wissenschaftler wichtig für die Sicherheit von Reiter und des Pferdes und können helfen, das Springtraining und die Leistung zu verbessern.

Aus therapeutischer Sicht würde ich sagen, dass es für Springreiter essentiell ist, zu begreifen, dass alles, was ihre eigene Fitness und ihr Gleichgewicht im Sattel unterstützt, dem Pferd hilft, nicht nur Leistung zu zeigen, sondern auch beim Springen gesund zu bleiben.