Immer mehr Pferde werden immer älter, das haben Umfragen und Studien rund um den Globus gezeigt. Eine online durchgeführte Umfrage hatte zum Ziel, die Unterbringung, Fütterung, Aktivität, das Verhalten und die Pflegeroutinen von Pferden ab 20 Jahren und älter in Deutschland zu beschreiben, um die altersspezifische Haltung zu dokumentieren.
Die Ergebnisse basieren auf 923 von Pferdebesitzern ausgefüllten Fragebögen zu ihren älteren Pferden. Die meisten der Pferde (87,4 Prozent) hatten regelmäßigen Kontakt zu Menschen, mehr als die Hälfte (61,6 Prozent) wurde noch geritten oder gefahren.
Der Anteil der Pferde, die aktiv geritten oder gefahren wurden, nahm jedoch mit zunehmendem Alter stark ab: Von 78 Prozent bei den 20- bis 24-Jährigen auf 57 Prozent bei den 25- bis 29-Jährigen. Immerhin noch 34 Prozent der Pferde Ü30 waren in Arbeit.
Interessanterweise bleiben die Verhaltensmuster der einzelnen Pferde im Alter weitgehend stabil. Allerdings steigt der Anteil der Pferde, bei denen ein Verlust des sozialen Ranges innerhalb der Herde berichtet wurde, von 25 Prozent bei den 20- bis 24-Jährigen auf 41 Prozent bei den Ü30-Jährigen an.

Zusatzfutter in Form von breiig gefüttertem Rau- und Kraftfutter für eine 23-jährige Stute mit einem kaputten Backenzahn. (© C. Götz)
Ausgeprägte altersbedingte Unterschiede zeigen sich bei den Fütterungspraktiken: Der Anteil an langfaserigem Raufutter sinkt. Während noch 90 Prozent der „jüngsten“ Altersgruppe es bekommen, sind es in der ältesten noch 69 Prozent. Entsprechend steigt der Anteil an Cobs und Pellets von 21 auf 73 Prozent.
Das ist jetzt alles wenig überraschend, wenn man sich mit der Materie bereits auseinandergesetzt hat, zeigt einem aber die Wahrscheinlichkeit auf, was mit einem alternden Pferd auf einen zukommt und hilft so eventuell, frühzeitig Umstellungen vorzunehmen.
Wie das individuell aussehen kann, erfährst du im nächsten Beitrag …
