Husten frühzeitig erkennen

In den letzten Wochen husteten viele Pferde, denn es war vielerorts extrem trocken. Ist die Luft staubig und häufig voller Pollen, der schon lange nicht mehr aus der Luft gewaschen wurde, reicht das bei vielen Pferden bereits aus, dass sie anfangen, zu husten. Auch wenn sich das nach ein paar Tagen ohne weitere Maßnahmen wieder legt, kann es …

… sein, dass bereits leichtes bis mittelschweres Equines Asthma (EA) vorliegt.

So deutlicher Nasenausfluss kann – etwa nach dem Reiten – auch auftreten, wenn das Pferd nur beim Antraben ein-, zweimal anstößt. (© C. Götz)

Dies kann auch dann der Fall sein, ohne dass das Pferd bislang ein einziges Mal gehustet hat. Es gibt aber einige Hinweise, dass die Lunge des Pferdes bereits belastet ist, die man kennen sollte:

  • Die Pferde geben, bevor sie abschnauben, ab und an oder auch regelmäßig seltsame „Geräusche“ von sich. Eine Art, rhythmisches Brummen oder Stöhnen, oft gefolgt von einem Abprusten zeigt an, dass die Lunge und/oder das Zwerchfell sowie die Atemhilfsmuskulatur nicht elastisch genug nachgeben können.
  • Anstoßen (ein- oder zweimaliges Abhusten) üblicherweise beim Antraben oder beim Angaloppieren
  • weißlich-schaumiger oder bereits schleimiger Nasenausfluss nach der Arbeit (z. B. wenn dem Pferd etwas vom Boden gefüttert wird)
  • Husten, Keuchen oder verstärkte Atmung nach dem Wälzen
  • beginnender Leistungsabfall (z. B. Pferd möchte häufiger selber durchparieren, zieht auf einer Galoppstrecke nicht mehr)
  • erkennbarer Einsatz der Bauchmuskulatur beim Ausatmen

Wenn man den Verdacht hat, dass das eigene Pferd bislang unerkannt ein Atemwegsthema entwickelt hat, macht es durchaus Sinn, zu überlegen, welche Wege man diagnostisch oder therapeutisch gehen könnte.

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