Eine Studie aus den USA hat untersucht, wie sich Fressbremsen auf der Weide kurzfristig auf den Insulinspiegel bei Pferden mit Insulin-Dysregulation auswirken. Vorweg: Die Maulkörbe senkten die Insulinkonzentrationen und können laut Forscherinnen damit eine wirksame Managementstrategie sein, oder Teil davon.
Es gibt viele wissenschaftliche und aus der Erfahrung gewonnene Erkenntnisse zu den Vorteilen von Weidegang. Für Pferde mit Insulin-Dysregulation konzentriert sich derzeit alles darauf, den Weidegang stark einzuschränken oder komplett zu streichen, um das Hufrehe-Risiko zu mindern.
Bislang haben sich Studien auf Portionsweide und Weidezeiten konzentriert, um die Gefahr von zu viel Zucker beziehungsweise leicht verdaulichen Kohlehydraten (nonstructural carbohydrates, NSC) einzuschränken. Die aktuelle Studie konnte nun zeigen, dass Pferden mit Insulin-Dysregulation auch mit Fressbremsen geholfen werden kann, weiter von Weidegang zu profitieren.
Maulkörbe sind demnach ein praktisches Hilfsmittel, um den Insulinspiegel bei Pferden mit Insulin-Dysregulation auf der Weide zu senken. Zwar schwankte der Glukosespiegel je nach Tageszeit, der Spitzenwert war aber im Vergleich bei Verwendung einer Fressbremse niedriger.
Die Pferde der Studie hatten freien Zugang zur Koppel. Über einen Zeitraum von zehn Stunden (9–19 Uhr) wurden an jedem der vier Probenahmetage alle zwei Stunden peripheres Blut, Herzfrequenz, Umgebungstemperatur (AT) und Weideproben gemessen bzw. entnommen. Plasma-Insulin, Glukose und NSC im Weidegras wurden bestimmt. Der NSC-Gehalt des Weidegrases lag zwischen 6,0 und 13,8 % Trockenmasse bei einer Umgebungstemperatur von 23–34 °C.

